Sterneköche · Tim Mälzer

TV & Medien

Schmeckt nicht, gibt's nicht: der Durchbruch auf VOX

Thibault Van de Sompele Von Thibault Van de Sompele 2 Min. Lesezeit Veröffentlicht

Kurz gesagt

Im Dezember 2003 startet seine Kochshow auf VOX. Einfache Rezepte, echtes Kochen in Echtzeit und ein Koch ohne Allüren machen ihn zum beliebtesten Fernsehkoch Deutschlands.

  • Die VOX-Show Schmeckt nicht, gibt's nicht startete im Dezember 2003[1].
  • Vorbild war Jamie Olivers The Naked Chef[1].
  • 2005 galt sie laut VOX als erfolgreichste Sendung des Senders, mit etwa einer Million Zuschauern pro Folge[2].
  • In einer Umfrage einer Fernsehzeitschrift wurde Mälzer 2005 mit 18 Prozent zum beliebtesten Fernsehkoch gewählt[1].
  • Johann Lafer sagt, Mälzer habe das Kochen im Fernsehen revolutioniert[3].

Im Dezember 2003 läuft auf VOX eine neue Kochsendung an. Sie heißt Schmeckt nicht, gibt's nicht, und am Herd steht ein junger Hamburger mit Bart und lockerem Mundwerk[1]. Kaum jemand ahnt, dass diese Show das deutsche Kochfernsehen verändern wird.

Das Vorbild kommt aus England. Die Sendung orientiert sich an The Naked Chef von Jamie Oliver[1]. Statt feiner Haute Cuisine gibt es einfache Rezepte, die man zu Hause wirklich nachkochen kann. Genau das macht Mälzer schnell zum Liebling des Publikums[1].

Kochen ohne Tricks

Mälzer kocht in Echtzeit. Nichts ist vorbereitet, nichts wird geschönt, sagt er 2005[2]. Wenn etwas anbrennt, dann brennt es eben an. Diese Ehrlichkeit kommt an. Anfangs fällt ihm das Fernsehen allerdings schwer. Er gibt später zu, dass er es zunächst gehasst hat. Kochschritte vor der Kamera in Worte zu fassen, war seine größte Hürde[3].

Der beliebteste Fernsehkoch

Der Erfolg kommt schnell. 2005 nennt VOX die Show die erfolgreichste Sendung des Senders. Rund eine Million Menschen schalten pro Folge ein[2]. Für Dreharbeiten reist das Team sogar nach Mallorca, um ein Grill-Special aufzunehmen[2].

Im selben Jahr fragt eine Fernsehzeitschrift, wer der beliebteste Fernsehkoch ist. Mälzer gewinnt mit 18 Prozent, vor Alfred Biolek mit 16 und Johann Lafer mit 10 Prozent[1]. Aus dem Hamburger Koch ist ein Star geworden.

Dabei sieht sich Mälzer gar nicht als Erfinder einer großen Idee. Die Sendung sei ein Zufallsprodukt gewesen, sagt er 2005, er habe sie nie gezielt angestrebt[2]. Vielleicht ist genau das ihr Geheimnis. Er spielt keine Rolle. Er kocht einfach so, wie er auch im eigenen Restaurant kocht.

Ein neuer Ton im Fernsehen

Auch Kollegen erkennen das an. Johann Lafer, selbst eine Legende des Kochfernsehens, sagt über ihn, er habe das Kochen im Fernsehen revolutioniert[3]. Plötzlich darf eine Kochsendung laut, lustig und unperfekt sein.

Schmeckt nicht, gibt's nicht bleibt bis 2007 sein Zuhause im Fernsehen[1]. Danach folgen viele weitere Formate. Doch diese erste Show bleibt der Moment, in dem Deutschland Tim Mälzer kennenlernt: einen Koch, der Lust aufs Kochen macht und dabei einfach er selbst bleibt.

Quellen

Jede Tatsache auf dieser Seite stammt aus diesen Quellen. Jede Nummer im Text verweist auf die Quelle, aus der sie stammt.

  1. Presse prisma: Tim Mälzer seit 20 Jahren im TV: So hat sich der Koch verändert · prisma.de · abgerufen
  2. Presse Mallorca Magazin: Fanatiker der Hausmannskost · mallorcamagazin.com · abgerufen
  3. Presse Deutsche Kinemathek: 10. Fernsehsalon mit Tim Mälzer · deutsche-kinemathek.de · abgerufen