Ausbildung
Vom Lehrling im Inter-Continental in die Küchen von London
Kurz gesagt
Ein Architekturstudium klappt nicht, also wird er Koch. Die Lehre in Hamburg und die Jahre in London legen den Grundstein für alles, was danach kommt.
Am Anfang stand kein großer Plan. Tim Mälzer kommt am 22. Januar 1971 in Elmshorn zur Welt und wächst in Pinneberg auf. Schon als kleiner Junge steht er am Herd. Mit sechs Jahren kocht er zum ersten Mal, später kocht er oft für seine Mutter[4].
Nach dem Abitur will er eigentlich Architektur studieren. Doch der Notendurchschnitt reicht nicht. Erst leistet er Zivildienst in einem Pflegeheim, dann entscheidet er sich für die Küche[1]. Ernsthaft darüber nachgedacht, Koch zu werden, hat er schon mit 18[4].
Lehrjahre im Grandhotel
Von 1992 bis 1995 lernt er im Hotel Inter-Continental in Hamburg[1]. Es ist eine klassische Ausbildung in der gehobenen Küche[3]. Ein Gastkoch namens Helmut Helwig nimmt ihn unter seine Fittiche. Der junge Mälzer ist ehrgeizig: Laut einem Porträt von 2005 gewinnt er als Lehrling alle Wettbewerbe, bei denen er antritt, und hat auch in der Berufsschule Bestnoten[2].
Auf nach London
Dann zieht es ihn ins Ausland. In London kocht er zuerst im berühmten Hotel Ritz. Danach landet er im Neal Street Restaurant, dem Lokal des italienischen Kochs Gennaro Contaldo. Dort bleibt er bis 1997[1]. In derselben Küche arbeitet damals auch ein junger Brite, der später weltberühmt wird: Jamie Oliver[4].
Für Mälzer ist Contaldo mehr als ein Chef. Er lernt bei ihm, dass Kochen mit Emotion verbunden ist[3]. Es geht nicht nur um Technik, sondern um Freude, um Familie, um gutes Essen ohne Getue. Diese Haltung wird später zu seinem Markenzeichen im Fernsehen.
Zurück in Hamburg
Ab 1997 kocht er wieder in Hamburg, im Tafelhaus, im Café Engel und im Au Quai[1]. Er sammelt Erfahrung, er lernt den Betrieb kennen, er lernt die Stadt kennen. Noch ist er einer von vielen jungen Köchen. Noch kennt ihn außerhalb der Branche niemand.
Rückblickend sind diese Jahre das Fundament. Die solide Lehre gibt ihm das Handwerk. London gibt ihm die Leichtigkeit. Und die Begegnung mit Contaldo gibt ihm einen Satz, den er nie vergisst: Gutes Essen hat mit Gefühl zu tun[3]. Wenige Jahre später wird ein ganzes Land ihm beim Kochen zusehen.
Quellen
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