Gastronomie-Wertermittlung: Was ist Ihr Betrieb wert?
Vier Faustregeln, vier verschiedene Antworten. „Vier bis fünf Mal den Gewinn“, „ein Dreivierteljahresumsatz“, „das Inventar plus etwas Firmenwert“ — jede stimmt ein Stück weit und keine für sich allein. Dieser Rechner kreuzt alle drei zu einer belastbaren Spanne, trennt Firmenwert und Inventar so, wie es später auch im Vertrag steht, und liefert dann die Zahl, die ein Käufer wirklich braucht: den höchsten Preis, den er noch finanzieren kann und bei dem er sich selbst ein Gehalt zahlt.
Dieser Rechner liefert eine begründete Spanne, kein Wertgutachten. Eine echte Übernahme hängt auch an Ihrem Pachtvertrag, Ihren Konzessionen, den Arbeitsverträgen und der Buchhaltung — lassen Sie die Zahlen vor der Unterschrift immer von Ihrem Steuerberater, einem Übernahmeberater oder Ihrer Bank prüfen.
So funktioniert die Wertermittlung
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Beschreiben Sie den Betrieb in zehn Zahlen
Betriebsart, Umsatz, Ergebnis, was sich der jetzige Betreiber auszahlt, die Pacht, die Restlaufzeit des Pachtvertrags und das Inventar. Mehr braucht es für eine erste, ehrliche Spanne nicht.
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Beantworten Sie die sechs Qualitätsfragen
Lage, Entwicklung, wie stark der Betrieb am jetzigen Betreiber hängt, Zustand der Küche, ob das Team bleibt und ob ein Brauerei- oder Lieferantenvertrag daran hängt. Diese sechs entscheiden, wo in der Spanne Sie landen.
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Lesen Sie Ihre Obergrenze, nicht nur den Wert
Sie sehen die drei Methoden nebeneinander, die Aufteilung Firmenwert/Inventar und den höchsten Preis, den Ihr Eigenkapital noch trägt. Drucken Sie das Dossier für Ihre Bank oder den Verkäufer.
Für Käufer und Verkäufer gleichermaßen
Sie kennen Ihr Maximalgebot
Eine Bewertung sagt, was ein Betrieb wert ist. Ein Käufer braucht eine andere Zahl: den höchsten Preis, bei dem der Betrieb noch Ihr Gehalt zahlt und den Kredit bedient. Diese Obergrenze rechnet der Rechner rückwärts aus — mit dieser Zahl setzt man sich an den Tisch.
Ihr Pachtvertrag ist der halbe Preis
Noch zwei Jahre Pacht, während Ihr ganzes Geld in fremden Wänden steckt, ist kein Betrieb, sondern ein Risiko. Restlaufzeit und Pacht als Umsatzanteil sind Teil des Modells — genau die zwei Punkte, die US-Rechner nie abfragen und an denen europäische Übernahmen scheitern.
Verkäufer sehen, was den Preis hebt
Der Rechner wiederholt die gesamte Bewertung mit jeder Qualitätsfrage auf ihrem besten Wert und beziffert die Differenz in Euro. So sehen Sie schwarz auf weiß, was es bringt, den Pachtvertrag zu verlängern oder sich selbst aus der Küche herauszuarbeiten, bevor Sie verkaufen.
Häufige Fragen
Ist diese Wertermittlung kostenlos?
Ja, vollständig kostenlos, ohne Konto und ohne Installation. Sie geben Ihre Zahlen ein und drucken das Übernahmedossier direkt aus dem Browser. Es wird nichts hochgeladen.
Wie berechnet man den Firmenwert eines Gastronomiebetriebs?
Der Firmenwert ist das, was Sie über die Sachen hinaus bezahlen: Name, Gäste, Lage, der laufende Betrieb. In der Praxis rechnet man ihn nie direkt aus — man bewertet zuerst den ganzen Betrieb und zieht davon das Inventar zum Zeitwert ab. Was übrig bleibt, ist der Firmenwert. Genau das macht dieser Rechner und zeigt beide Zeilen getrennt, weil auch der Kaufvertrag sie trennt.
Welche Faustregel stimmt: ein Vielfaches des Gewinns oder ein Umsatzanteil?
Beide, und keine für sich. Ein inhabergeführter Betrieb wechselt in der Praxis für etwa das 1,5- bis 3-Fache dessen den Besitzer, was er diesem Betreiber einbringt (Gehalt und Ergebnis zusammen). Der Umsatzanteil ist ein Richtwert: grob 30 bis 70 % des Jahresnettoumsatzes für ein Restaurant, mehr für Bar oder Brasserie. Umsatz ohne Marge ist kein Wert, deshalb bewegt sich der Prozentsatz hier mit Ihrer tatsächlichen Rentabilität. Und das Inventar zum Zeitwert ist die Untergrenze: darunter verkaufen Sie schlicht Ihre Küche.
Warum wird das Gehalt des Betreibers zum Gewinn addiert?
Weil sich der eine Betreiber 20 000 Euro auszahlt und der nächste 70 000, bei exakt demselben Betrieb. Ohne Korrektur sähe der erste doppelt so wertvoll aus. Deshalb rechnet dieser Rechner mit allem, was ein mitarbeitender Inhaber herauszieht: Ergebnis plus das, was sich der Betreiber auszahlt. Für die Frage „kann ich das bezahlen“ wird das Gehalt, das Sie selbst entnehmen wollen, dann wieder abgezogen.
Wie viel ist das Inventar noch wert?
Deutlich weniger als der Neupreis — das ist die klassische Diskussion bei jeder Ablöse. Branchenfaustregel: rund 20 % sind am Tag der Installation weg, danach schreibt sich der Rest in etwa zwölf Jahren linear auf ein Zehntel ab. So rechnet dieser Rechner: Geben Sie den Neuwert und das Alter ein — nicht den Betrag aus dem Inserat.
Was ist der DSCR und warum steht er hier?
Der DSCR ist die Deckungsquote Ihrer Bank: wie oft Ihre Jahresrate durch das gedeckt ist, was der Betrieb übrig lässt, nachdem Sie sich bezahlt haben. Unter 1 können Sie nicht tilgen; Banken wollen meist mindestens 1,20 bis 1,30 sehen. Dieser Rechner dreht die Rechnung um und nennt den Preis, bei dem diese Grenze exakt erreicht wird — das ist Ihre Obergrenze, ganz gleich was die Bewertung sagt.
Ersetzt das ein Wertgutachten?
Nein. Es ist eine begründete Spanne zum Einstieg und zum Verhandeln, kein Sachverständigengutachten. Der Preis, zu dem eine Übernahme tatsächlich abgeschlossen wird, weicht oft 20 bis 40 % von jeder theoretischen Rechnung ab — durch den lokalen Markt, den Zustand des Pachtvertrags, Konzessionen und schlicht dadurch, wie sehr beide Seiten wollen. Lassen Sie es vor der Unterschrift prüfen.
Werden meine Daten irgendwo gespeichert?
Alles bleibt in Ihrem Browser (localStorage); es wird nichts hochgeladen oder geteilt. Ihr Dossier ist noch da, wenn Sie den Rechner erneut öffnen.