Herkunft
Von Ghana nach Schwaben: ein Weg in die Küche
Kurz gesagt
Geboren in Ghana, aufgewachsen bei einer Pflegefamilie in Deutschland, gelernt in Stuttgart: Nelson Müllers Weg beginnt weit weg von der Sterneküche.
Breman Asikuma ist eine Stadt in Ghana. Dort kommt Nelson Müller 1979 zur Welt[1]. Seine Kindheit beginnt in Westafrika. Doch schon bald ändert sich alles.
Ein neues Zuhause
Mit vier Jahren kommt er nach Deutschland[1][2]. Er wächst in einer Pflegefamilie auf[1][2]. Den Namen Müller trägt er zunächst als Künstlernamen. Seit einer Adoption im Jahr 2013 ist es auch offiziell sein Familienname[1].
Später wird er oft erzählen, dass er zwei Kulturen in sich trägt. Diese Mischung zeigt sich auch in seiner Küche. Doch zuerst muss er das Handwerk lernen.
Lehre in Stuttgart
Seine Ausbildung macht er in der Fissler-Post in Stuttgart-Plieningen[1][2]. Hier lernt er die Grundlagen: Fonds, Saucen, Schneidetechniken, das Tempo einer Restaurantküche. Es ist eine klassische Lehre in einem guten Haus.
Danach geht er nach Sylt. Die Insel ist eine Hochburg der feinen Gastronomie. Er kocht dort im Veneto[2]. Auf Sylt wächst er zum Spitzenkoch heran, so beschreibt es ein Porträt von teleschau[1].
Die Jahre in Essen
Dann zieht es ihn ins Ruhrgebiet. In Essen-Kettwig arbeitet er lange in der Résidence, einem Sternerestaurant[1][2]. Hier lernt er, wie Sterneküche im Alltag funktioniert. Und er lernt die Stadt kennen, die seine Heimat wird.
Neben der Küche hat Müller eine zweite Leidenschaft: die Musik. Ende der 2000er Jahre nimmt er fast ein Jahr lang Songs im Studio auf und tourt mit verschiedenen Bands[1]. Er singt Soul, und er singt gut.
Kochen oder Singen? Für Müller ist das keine Entweder-oder-Frage. Er macht beides. Doch die Küche gewinnt zuerst. Im Jahr 2009 wagt er in Essen den Schritt in die Selbstständigkeit[1][2].
Der Junge aus Ghana, der mit vier Jahren in ein fremdes Land kam, ist auf dem Weg zu einem eigenen Restaurant. Bald wird es einen Michelin-Stern tragen.
Quellen
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