Sterneköche · Johann Lafer

Sterne

Le Val d'Or: zwei Sterne im Weinort Guldental

Thibault Van de Sompele Von Thibault Van de Sompele 2 Min. Lesezeit Veröffentlicht

Kurz gesagt

1983 wird Lafer Küchenchef im Le Val d'Or. 1987 kommt der zweite Michelin-Stern, im selben Jahr besteht er die Meisterprüfung als Bester im Land.

  • 1983 wurde Lafer Küchenchef im Le Val d'Or in Guldental[1][2].
  • 1987 erhielt das Restaurant den zweiten Michelin-Stern[1][3].
  • 1987 bestand er die Küchenmeisterprüfung als Bester in Rheinland-Pfalz[2][3].
  • 1988 übernahm er das Restaurant als Besitzer[1].

Guldental ist ein kleiner Weinort an der Nahe. Hier beginnt 1983 ein neues Kapitel. Johann Lafer wird Küchenchef im Restaurant Le Val d'Or[1][2]. Es ist seine erste eigene Küche als Chef, und er ist erst Mitte zwanzig.

Ein Steirer an der Nahe

Die Region wird seine Heimat. Rheinhessen, die Nahe, die Weinberge: Hier bleibt er für Jahrzehnte[3]. Die Stadt Alzey wird ihn viel später für genau diese Verbindung ehren[3]. Für den Moment aber zählt nur die Küche.

Lafer kocht mit dem, was er bei Witzigmann und Lenôtre gelernt hat. Er kocht präzise, mit besten Produkten und mit viel Liebe zum Dessert. Die Gäste kommen, und die Kritiker auch.

Das große Jahr 1987

1987 wird zu einem besonderen Jahr. Der Guide Michelin vergibt den zweiten Stern an das Le Val d'Or[1][3]. Zwei Sterne in einem kleinen Weinort, das ist eine Sensation. Gault&Millau vergibt 18 Punkte[3].

Im selben Jahr legt Lafer die Küchenmeisterprüfung ab. Er besteht sie mit Auszeichnung, summa cum laude[3]. Es ist das beste Ergebnis in ganz Rheinland-Pfalz[2][3]. Der Patissier aus der Steiermark ist nun auch offiziell Meister.

Vom Küchenchef zum Besitzer

1988 macht er den nächsten Schritt. Er übernimmt das Le Val d'Or als Besitzer[1][2]. Nun trägt er nicht nur Verantwortung für die Teller, sondern für das ganze Haus. Mit seiner Frau Silvia baut er das Restaurant weiter aus[1].

Die Erfolge setzen sich fort. 1997 kürt ihn Gault&Millau zum Koch des Jahres[1][2]. Lafer gehört nun fest zur Spitze der deutschen Gastronomie.

Das Le Val d'Or begleitet ihn über drei Jahrzehnte. Es zieht 1994 um, es wechselt die Kulisse, aber es bleibt sein Sternerestaurant[1]. Erst 2019 wird er es schließen[1].

Die Jahre in Guldental zeigen, was Lafer ausmacht. Er ist kein Koch für die Großstadt. Er sucht die Nähe zu den Winzern, den Bauern und den Produkten. Genau dort, auf dem Land, schafft er die größten Erfolge seiner Karriere.

Quellen

Jede Tatsache auf dieser Seite stammt aus diesen Quellen. Jede Nummer im Text verweist auf die Quelle, aus der sie stammt.

  1. Presse Tageskarte: Druck und Verluste: Johann Lafer spricht Klartext bei Lanz · tageskarte.io · abgerufen
  2. Presse Tageskarte: Restaurant ohne Michelin-Stern: Johann Lafer eröffnet „Johanns“ auf der Stromburg · tageskarte.io · abgerufen
  3. Presse Tageskarte: Georg-Scheu-Plakette: Johann Lafer erhält Wein- und Kulturpreis · tageskarte.io · abgerufen