Sterneköche · Eckart Witzigmann

Auszeichnung

Koch des Jahrhunderts: die größte Ehre von Gault&Millau

Thibault Van de Sompele Von Thibault Van de Sompele 2 Min. Lesezeit Veröffentlicht

Kurz gesagt

1994 ernennt Gault&Millau Eckart Witzigmann zum Koch des Jahrhunderts. Im selben Jahr schließt er die Aubergine und beginnt ein neues Kapitel.

  • 1994 ernannte Gault&Millau Witzigmann zum Koch des Jahrhunderts[1][2].
  • Laut FOUR war er der einzige Nicht-Franzose mit diesem Titel[1].
  • 1994 schloss er die Aubergine[2].
  • Danach widmete er sich Büchern, Beratung und neuen Projekten[2].

Es gibt Auszeichnungen für ein Jahr. Und es gibt eine Auszeichnung für ein ganzes Jahrhundert. 1994 ernennt der Restaurantführer Gault&Millau Eckart Witzigmann zum Koch des Jahrhunderts[1][2].

Ein Titel für wenige

Den Titel tragen nur sehr wenige Köche. Laut FOUR ist Witzigmann der einzige, der ihn erhielt, ohne Franzose zu sein[1]. Er steht damit in einer Reihe mit den größten Namen der französischen Küche.

Der Titel würdigt mehr als drei Sterne. Er würdigt einen Koch, der die Küche eines ganzen Sprachraums verändert hat. Ohne Witzigmann hätte die Nouvelle Cuisine wohl viel länger gebraucht, um in Deutschland anzukommen[2][3].

Ein überraschender Abschied

Im selben Jahr trifft Witzigmann eine Entscheidung, die viele überrascht. Er schließt die Aubergine[2]. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere zieht er sich aus dem Rampenlicht zurück, so beschreibt es FOUR[1].

Stattdessen beginnt ein neues Kapitel. Witzigmann schreibt Bücher, er berät, er entwickelt Projekte[2]. Er berät international, etwa für ein Restaurant mit Kochschule auf Mallorca und für ein Restaurant in Tokio[1]. Sein Wissen ist nun weltweit gefragt.

Der Name bleibt

Der Titel Koch des Jahrhunderts begleitet ihn seitdem überall. Das SalzburgerLand Magazin schreibt 2021 zu seinem 80. Geburtstag über den Jahrhundertkoch aus dem Salzburger Land[2]. Auch der Standard nennt ihn einen Jahrhundertkoch und Revolutionär der Küche[4].

Für Witzigmann bedeutet der Titel auch eine Verpflichtung. Er setzt sich für junge Köche ein. Nach ihm ist ein Preis benannt, der ECKART, mit dem ab 2017 Preisgelder von 50.000 Euro pro Kategorie verbunden sind[1].

Und er bleibt eine Stimme in Fragen der Ernährung. Gutes Essen sei kein Luxus, sondern eine Grundlage für ein gesundes Leben, sagt er[2].

1994 ist so ein Jahr der Ehre und des Abschieds zugleich. Der Koch des Jahrhunderts verlässt seine Küche, aber nicht die Welt des Kochens.

Quellen

Jede Tatsache auf dieser Seite stammt aus diesen Quellen. Jede Nummer im Text verweist auf die Quelle, aus der sie stammt.

  1. Presse FOUR Magazine: Eckart Witzigmann · four-magazine.com · abgerufen
  2. Presse SalzburgerLand Magazin: Der Jahrhundertkoch aus dem SalzburgerLand · salzburgerland.com · abgerufen
  3. Presse t-online / dpa: „Nouvelle Cuisine“ – Eckart Witzigmann: „Restaurants sind keine Kathedralen“ · t-online.de · abgerufen
  4. Presse Der Standard: Eckart Witzigmann – mal ohne Kochjacke derstandard.at · abgerufen