Sterneköche · Eckart Witzigmann

Herkunft

Ein Bub aus Bad Gastein und die Welt der Grandhotels

Thibault Van de Sompele Von Thibault Van de Sompele 2 Min. Lesezeit Veröffentlicht

Kurz gesagt

Witzigmann wächst im Kurort Bad Gastein auf. Die großen Hotels wecken seine Neugier, mit 16 beginnt er die Lehre. Dann folgen 13 Jahre in der Welt.

  • Witzigmann wurde am 4. Juli 1941 in Hohenems geboren[1].
  • Er wuchs in Bad Gastein auf[1][2].
  • Mit etwa 16 Jahren begann er die Lehre im Grandhotel Straubinger[2].
  • Danach arbeitete er rund 13 Jahre im Ausland[2][3].

Am 4. Juli 1941 kommt Eckart Witzigmann in Hohenems in Vorarlberg zur Welt[1]. Aufwachsen wird er aber in einem ganz anderen Teil Österreichs, in Bad Gastein im Salzburger Land[1][2].

Die Hotels der Kindheit

Bad Gastein ist in den 1950er Jahren ein mondäner Kurort. Große Hotels prägen das Bild. Der junge Eckart liefert für seinen Vater Maßkleidung in die Grandhotels aus[2]. So bekommt er einen Blick hinter die Kulissen. Und schon sein Vater weckt in ihm das Interesse an feiner Küche[2].

Mit etwa 16 Jahren muss er sich entscheiden. Er wählt nicht das Handwerk des Vaters, sondern die Küche[2]. Seine Lehre beginnt er im Grandhotel Straubinger in Bad Gastein[2]. Es ist der erste Schritt einer Laufbahn, die ihn ganz nach oben führen wird.

Dreizehn Jahre Wanderschaft

Nach der Lehre zieht er hinaus in die Welt. Rund 13 Jahre lang kocht er im Ausland[2][3]. Er arbeitet in Schweden, in London, in Belgien, in den USA und in Frankreich[2]. Zu seinen Stationen gehören die Operakällaren in Stockholm, das Café Royal in London, die Villa Lorraine in Brüssel und der Jockey Club in Washington[3].

In Frankreich trifft er die großen Meister. Er lernt bei Paul Haeberlin im Elsass und bei Paul Bocuse[2]. Es ist die Zeit, in der in Frankreich eine neue Küche entsteht: leichter, frischer, mit mehr Respekt vor dem Produkt.

Die Wurzeln nicht vergessen

Diese Jahre machen ihn zu einem Weltbürger am Herd. Doch er vergisst nie, woher er kommt. Wohin ein Koch auch geht, er solle seine Wurzeln nicht vergessen, sagt er später[2]. Er selbst sei immer bodenständig geblieben[2].

Gutes Essen ist für ihn kein Luxus, sondern eine Grundlage für ein gesundes Leben[2]. Diese Überzeugung trägt er sein ganzes Leben mit sich. Noch mit 80 Jahren spricht er darüber, wie wichtig gute Ernährung für die Zukunft ist[1].

Als er Anfang der 1970er Jahre nach Deutschland kommt, bringt er alles mit, was er in der Welt gelernt hat. Und er bringt eine Revolution mit. München wird sie als Erstes spüren[1][3].

Der Bub, der einst Anzüge in die Grandhotels von Bad Gastein trug, wird bald selbst eine Küche führen, über die ganz Europa spricht.

Quellen

Jede Tatsache auf dieser Seite stammt aus diesen Quellen. Jede Nummer im Text verweist auf die Quelle, aus der sie stammt.

  1. Presse t-online / dpa: „Nouvelle Cuisine“ – Eckart Witzigmann: „Restaurants sind keine Kathedralen“ · t-online.de · abgerufen
  2. Presse SalzburgerLand Magazin: Der Jahrhundertkoch aus dem SalzburgerLand · salzburgerland.com · abgerufen
  3. Presse FOUR Magazine: Eckart Witzigmann · four-magazine.com · abgerufen