Sterneköche · Steffen Henssler

Herkunft

Vom Rat zum Tankwart zur Lehre in einem Sternehaus

Thibault Van de Sompele Von Thibault Van de Sompele 2 Min. Lesezeit Veröffentlicht

Kurz gesagt

Ein schwieriger Start, ein Berufsberater ohne Fantasie und eine harte Lehre in Nordfriesland: So beginnt die Geschichte des Fernsehkochs aus Hamburg.

  • Henssler wurde am 27. September 1972 in Neuenbürg im Schwarzwald geboren[1].
  • Ein Berufsberater empfahl ihm, Tankwart oder Forstgehilfe zu werden[2].
  • Seine dreijährige Lehre machte er in Andresens Gasthof in Bargum[2].
  • Das Haus trug damals einen Michelin-Stern[1].
  • Die Lehre nennt er die Basis seines späteren Erfolgs[2][3].

Steffen Henssler kommt am 27. September 1972 in Neuenbürg zur Welt, einem kleinen Ort im Schwarzwald[1]. Lange bleibt er dort nicht. Er wächst im Norden auf, zuerst in Pinneberg, später in Hamburg. Sein Vater arbeitet in der Gastronomie, auch die Großmutter führte einen Betrieb. Das Kochen liegt also in der Familie[1].

Die Kindheit ist nicht leicht. Seine Mutter stirbt früh, und in der Schule geht es bergab[2]. Als es um den Beruf geht, hat ein Berufsberater eine ernüchternde Idee. Tankwart oder Forstgehilfe, das seien passende Berufe für ihn[2]. Ein großer Traum klingt anders.

Die Wende in Nordfriesland

Doch Henssler entscheidet sich für die Küche. Nach der mittleren Reife beginnt er eine Kochlehre in Nordfriesland[3]. Sein Lehrbetrieb ist Andresens Gasthof in Bargum, ein Haus, das damals einen Michelin-Stern trägt[1]. Drei Jahre lang lernt er dort das Handwerk[2].

Leicht ist diese Zeit nicht. Er selbst erinnert sich, dass er viel einstecken musste. Aber er sagt auch, dass er dort unglaublich viel gelernt hat[2]. Danach konnte ihn kaum noch etwas erschrecken. In einem Interview spricht er von einer gewissen Härte, die er sich in diesen Jahren angeeignet hat[3].

Das Fundament

Rückblickend nennt Henssler die Lehre die Basis für alles, was folgt[2][3]. Hier lernt er Disziplin, Tempo und Präzision. Genau diese Dinge sieht man später im Fernsehen, wenn er gegen die Uhr kocht und dabei noch Witze macht.

Man kann sich die Szene gut vorstellen. Ein junger Mann aus Hamburg steht in einer Sterneküche auf dem Land, weit weg von der Großstadt. Fehler fallen dort sofort auf. Wer hier besteht, besteht fast überall. Henssler besteht, und er nimmt aus Bargum mehr mit als nur Rezepte: das Wissen, dass ihn so schnell nichts mehr umwirft[2].

Und noch etwas prägt ihn. Wenn er von etwas träumt, dann macht er es meistens einfach, so beschreibt er seine Haltung[3]. Der Junge, dem man eine Zukunft an der Zapfsäule empfahl, wird einer der bekanntesten Köche des Landes.

Der nächste Schritt führt ihn weit weg von Nordfriesland. Er führt ihn nach Kalifornien, zu rohem Fisch und zu einer Kunst, die in Deutschland damals kaum jemand beherrscht: Sushi[1].

Quellen

Jede Tatsache auf dieser Seite stammt aus diesen Quellen. Jede Nummer im Text verweist auf die Quelle, aus der sie stammt.

  1. Presse prisma: Steffen Henssler: TV-Sendungen, Restaurants und Familie prisma.de · abgerufen
  2. Presse HOGAPAGE: Berufsberatung riet ihm Tankwart zu werden · hogapage.de · abgerufen
  3. Presse Nau.ch: Steffen Henssler erzählt zum 50. Geburtstag von seinem Karrierestart · nau.ch · abgerufen