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KI-Fotos auf der Speisekarte: Gäste misstrauen den Bildern

Eine Studie und eine Panne bei Lieferando zeigen: Künstliche Essensbilder wirken auf Gäste weniger echt und weniger appetitlich.

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Kurz und knapp

  • Eine Studie in Nature ließ 87 Personen echte und KI-erzeugte Essensfotos vergleichen.
  • KI-Bilder galten im Schnitt als weniger realistisch und machten etwas weniger Appetit.
  • Lieferando setzte ein KI-Bildtool aus, nachdem Fotos stark von den Beschreibungen abwichen.
  • Der Dehoga nennt Authentizität den Kern des gastronomischen Versprechens.

Immer mehr Betriebe lassen Speisekarten und Menütafeln mit künstlicher Intelligenz bebildern. Auf Instagram kommt das nicht überall gut an: Nutzer empfinden die Bilder als unnatürlich.

Der Dehoga nennt als Gründe Kosten, Zeitaufwand und Tempo. Eine Karte, die jede Woche wechselt, lasse sich mit klassischer Fotografie kaum bebildern. Belastbare Zahlen, wie verbreitet KI-Karten sind, liegen dem Verband nicht vor.

KI-generierte Bilder von Essen werden nicht zuverlässig so wahrgenommen wie reales Essen.

Alexander Diel · Psychologe, LVR-Universitätsklinik Essen

Bei Lieferando passten KI-Fotos teils nicht zur Beschreibung, etwa ein Chickenburger mit Brötchen aus Reis. Das Unternehmen entschuldigte sich und setzte das Tool aus.

In der Studie zeigte der Psychologe Alexander Diel 87 Personen 60 Bildpaare aus echtem und KI-Foto. Die KI-Bilder wirkten weniger realistisch. Diel vermutet, dass sie zu perfekt aussehen und kein konkretes Gericht des Hauses zeigen.

Was bedeutet das für Ihr Restaurant?

Wer Fotos auf der Karte oder im Netz nutzt, sollte Gerichte zeigen, die wirklich so auf den Tisch kommen. Spart ein KI-Bild Zeit, kann es Vertrauen kosten, wenn der Teller anders aussieht.

Quellen

Dieser Beitrag fasst die unten genannten Artikel zusammen. Lesen Sie sie für alle Details.

  1. Tageskarte · tageskarte.io