Sterneköche · Léa Linster

Herkunft

Jura oder Küche: eine Entscheidung in Frisange

Thibault Van de Sompele Von Thibault Van de Sompele 2 Min. Lesezeit Veröffentlicht

Kurz gesagt

Léa Linster wächst im Familienbetrieb in Frisange auf und studiert Jura. Dann stirbt ihr Vater, und sie kehrt heim, um das Lokal zu übernehmen.

  • Léa Linster wurde 1955 in Differdingen geboren[1].
  • Sie wuchs in Frisange auf, wo ihre Familie ein Café-Restaurant betrieb[2].
  • Nach dem Abitur studierte sie Jura in Frankreich[2].
  • 1981 übernahm sie nach dem Tod ihres Vaters das Café-Restaurant[3].

Léa Linster kommt 1955 in Differdingen in Luxemburg zur Welt[1]. Aufwachsen wird sie in Frisange[2].

Ein Familienbetrieb

Die Familie Linster betreibt dort mehr als nur ein Lokal. Es gibt ein Café-Restaurant, ein Hotel, eine Tankstelle und sogar eine Kegelbahn[2]. Das Haus ist seit über 100 Jahren im Besitz der Familie[3]. Die kleine Léa wächst also mitten zwischen Gästen, Tellern und Gläsern auf.

Doch zunächst denkt sie nicht an eine Karriere in der Küche. Nach dem Abitur geht sie nach Frankreich und studiert Jura[2]. Sie will einen ganz anderen Weg einschlagen.

Der Tod des Vaters

Dann stirbt ihr Vater. Léa kehrt nach Frisange zurück, um den Familienbetrieb zu führen[2]. 1981 übernimmt sie das Café-Restaurant ihres Vaters[3]. Was als Pflicht beginnt, wird schnell zur Leidenschaft[2].

Für eine junge Frau ist das in dieser Zeit ein mutiger Schritt. Die Gastronomie ist eine Männerwelt. Köche mit Sternen sind fast immer Männer. Linster wird später selbst sagen, wie wenige Frauen es in der Sterneküche gibt[3].

Von den Großen lernen

Linster weiß, dass sie viel lernen muss. Sie sucht die Nähe der großen Meister. Sie lernt bei Paul Bocuse, Joël Robuchon und Frédy Girardet[1]. Sie begegnet auch der Familie Troisgros[2]. Das sind die wichtigsten Namen der französischen Küche.

Es ist eine ungewöhnliche Lehrzeit. Linster hat keine klassische Ausbildung im Familienbetrieb hinter sich, sondern ein Studium. Also holt sie das Handwerk dort nach, wo es am besten gelehrt wird: in den Küchen der großen französischen Meister[1][2].

Aus diesen Begegnungen nimmt sie mit, was ihren Stil ausmacht: klassische französische Küche, perfekt ausgeführt, mit viel Liebe zum Produkt.

Später erzählt sie ihren Weg in einem Buch. Es heißt Mein Weg zu den Sternen und erscheint 2015 bei Kiepenheuer und Witsch[1]. Der Titel sagt schon, wohin dieser Weg führt.

Die Juristin, die keine wurde, ist bald eine der bekanntesten Köchinnen Europas. Und das kleine Frisange wird ein Ort, den Feinschmecker aus vielen Ländern kennen.

Quellen

Jede Tatsache auf dieser Seite stammt aus diesen Quellen. Jede Nummer im Text verweist auf die Quelle, aus der sie stammt.

  1. Presse Perlentaucher: Kerstin Holzer, Léa Linster: Mein Weg zu den Sternen perlentaucher.de · abgerufen
  2. Presse Bocuse d'Or Winners: Léa LINSTER - Bocuse d'Or Winners bocusedor-winners.com · abgerufen
  3. Presse echo24: Léa Linster wünscht sich mehr weibliche Sternenköche: „Habt keine Angst vor dem Erfolg“ · echo24.de · abgerufen