HappyChef Daily · Gastronomie-Nachrichten des Tages
Sternekoch in Steinfort hört auf, Österreich fehlen Lehrlinge
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- Luxemburg
Kurz und knapp
- Das Sternerestaurant Apdikt in Steinfort schließt am 23. Dezember 2026, Luxemburg hat dann noch elf Sternehäuser.
- 47 Prozent der österreichischen Lehrbetriebe würden sicher mehr Lehrlinge aufnehmen, wenn es genug Bewerber gäbe.
- Vier Restaurants kochen am 26. Oktober in Berlin um den Titel bei den Uber Eats Awards, Platz eins bringt 40.000 Euro.
- Joachim Wissler gibt im neuen Althoff Eats Club persönliche Tipps, auch zu Restaurants außerhalb der Gruppe.
- Auf der BrauBeviale in Nürnberg stehen im November mehr als 50 vor allem alkoholfreie Getränke zum Probieren bereit.
In Luxemburg verabschiedet sich ein Sternerestaurant, die Betreiber bleiben aber am Ort. In Österreich zeigt ein neuer Bericht, wie schwer es Gastronomie und Hotellerie bei der Ausbildung haben.
Aus Deutschland kommen ein Wettbewerb für Lieferlokale, ein neuer Gourmet-Club, ein Küchenwechsel im Rheingau und ein Blick auf die Getränketrends der nächsten Saison.
Luxemburg verliert im Dezember einen Michelin-Stern
Mathieu Van Wetteren und seine Frau Alice schließen ihr Restaurant Apdikt in Steinfort am 23. Dezember 2026. Nach fast zehn Jahren wollten sie neu entscheiden, wie es weitergeht.
Das Paar hatte eine alte Apotheke zum Gourmetlokal umgebaut. Gault&Millau nannte Van Wetteren 2018 die Entdeckung des Jahres, 2024 kam der erste Michelin-Stern.
Die beiden bleiben in Steinfort und planen dort ein neues Projekt namens Maison ALMA. Was genau dahintersteckt, ist noch offen. Luxemburg zählt Ende des Jahres noch elf Sternerestaurants.
Quellen: L'essentiel
Österreich: Zu wenig Nachwuchs für Küche und Service
Der Lehrlingsbericht 2024 bis 2025 war am 14. Oktober Thema im Nationalrat. 47 Prozent der Lehrbetriebe würden sicher mehr Lehrlinge nehmen, weitere 22 Prozent könnten es sich vorstellen.
In Gastronomie und Hotellerie spüren rund 69 Prozent der Betriebe einen starken Fachkräftemangel. Köche sind am schwersten zu finden, knapp dahinter Restaurantfachleute.
Ende 2025 begannen nur 30.652 Jugendliche ein erstes Lehrjahr, so wenige wie seit Jahrzehnten nicht. Im Tourismus endeten rund 41 Prozent der vorzeitig gelösten Lehrverträge schon in der Probezeit.
Ein Antrag der FPÖ für flexiblere Arbeitszeiten minderjähriger Lehrlinge fand keine Mehrheit. Die Studienautoren raten zu besserer Berufsorientierung und Hilfe bei Lehrstellen in anderen Regionen.
Quellen: ÖGZ / gast.at
Lieferlokale aus vier Städten kochen in Berlin um den Sieg
Aus 16 Vertretern der Bundesländer sind vier Betriebe übrig: Alati aus Schwerin, Chicken Onda aus Frankfurt am Main, Chicken House aus Essen und Lokmam aus Hamburg.
Am 26. Oktober kochen sie in Berlin ihre Spezialitäten für eine Jury unter Tim Raue. Der Sieger erhält 40.000 Euro, Platz zwei 10.000 Euro und Platz drei 5.000 Euro.
Quellen: Tageskarte
Joachim Wissler empfiehlt jetzt auch fremde Restaurants
Die Althoff Hotels starten einen kostenlosen Club für Gäste, die sich für Essen, Wein und Reisen interessieren. Grand Chef Joachim Wissler teilt dort persönliche Tipps zu Restaurants, Weinen und Produzenten.
Wissler betont, dass es um Empfehlungen geht und nicht um Kritik. Die Tipps sollen auch Häuser und Erzeuger außerhalb der eigenen Gruppe einschließen. Dazu kommen Rezepte und Einladungen zu Veranstaltungen.
Quellen: Tageskarte
Neuer Küchenchef auf der Burg im Rheingau setzt auf Wild und Pilze
Adrian Isaila leitet nun die Küche im Burgrestaurant auf Burg Schwarzenstein in Johannisberg. Vorher kochte er unter anderem bei Christian Bau und im Frankfurter Lohninger, zuletzt im Sheraton Offenbach.
Er setzt auf saisonale Produkte wie Wild, Waldpilze, Trüffel und Maronen. Klassiker wie Wiener Schnitzel und Sauerbraten bleiben auf der Karte, dazu gibt es ein vegetarisches Menü.
Quellen: Tageskarte
Alkoholfreie Getränke im Mittelpunkt der Messe in Nürnberg
Die BrauBeviale findet vom 10. bis 12. November in Nürnberg statt und bietet dieses Jahr mehr für Gastronomie und Hotellerie. In Halle 6 gibt es eine lange Bar mit mehr als 50 Getränken zum Probieren, die meisten ohne Alkohol.
Auf der Bühne geht es unter anderem um Getränketrends und darum, wie Deutschland, Großbritannien und Litauen Zucker besteuern. Kleine Workshops mit bis zu 30 Personen behandeln etwa alkoholfreien Genuss in der Gastronomie.
Quellen: ÖGZ / gast.at
Was bedeutet das für Ihr Restaurant?
Der Bericht aus Österreich zeigt: Gute Ausbildung allein reicht nicht, wenn Bewerber fehlen. Wer jetzt an Unterkunft, Anfahrt und Betreuung für junge Leute denkt, hat bei der Suche einen Vorteil.
Und wer seine Getränkekarte für 2027 plant, sollte das wachsende Angebot ohne Alkohol im Blick behalten.
Quellen
Diese Ausgabe fasst die folgenden Artikel zusammen. Lesen Sie dort alle Details.