HappyChef Daily · Gastronomie-Nachrichten des Tages

Österreich mit mehr Pleiten, offene Rechnungen bremsen Wirte

Thibault Van de Sompele Von Thibault Van de Sompele 3 Min. Lesezeit
  • Deutschland
  • Österreich
  • Luxemburg

Kurz und knapp

  • Österreichs Gastgewerbe zählt bis Ende September 640 Insolvenzen, 8 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Bei Hotels und Gastronomie dauert es im Inkasso im Mittel 106 Tage, bis eine Forderung voll bezahlt ist.
  • In Berlin sank der Betriebsgewinn je verfügbarem Zimmer um 12 Prozent auf 50 Euro.
  • Destatis erwartet 8,0 Millionen Hektoliter Weinmost, etwas weniger als im Schnitt der letzten Jahre.
  • Der Europa-Park startet im November eine Dinner-Show mit Vier-Gänge-Menü.

Die Zahlen des Tages zeigen eine Branche unter Druck. In Österreich steigen die Insolvenzen weiter, und in Deutschland warten Wirte besonders lange auf offene Rechnungen.

Dazu kommen schwache Hotelgewinne in Berlin und eine Weinernte, die knapper ausfällt. Ein Lichtblick: Im Südwesten startet bald eine große Dinner-Show.

Österreich: 640 Betriebe im Gastgewerbe insolvent

Österreich

Laut KSV1870 gab es von Januar bis September 640 Insolvenzen in Beherbergung und Gastronomie, 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur Handel und Bau liegen höher.

Wien führt mit 222 Fällen, vor der Steiermark mit 90 und Niederösterreich mit 88. Die vorläufigen Passiva liegen bei 195 Millionen Euro.

Als Gründe nennt der KSV1870 hohe Kosten und fehlendes Personal. Viele Betriebe haben ihre Öffnungszeiten gekürzt und damit Umsatz verloren.

Quellen: Tageskarte

Offene Rechnungen: Wirte warten am längsten

Deutschland

Germania Inkasso hat rund 26.000 Fälle ausgewertet. Bei Hotels, Gastronomie und Imbiss dauert es im Mittel 106 Tage, bis eine Forderung voll beglichen ist. Das ist der längste Wert aller Branchen.

Im Branchenindex kommt das Gastgewerbe auf 50, wobei 100 dem Durchschnitt entspricht. Forderungen, die nur wenige Monate alt sind, werden am ehesten bezahlt; sehr alte kaum noch.

Quellen: Tageskarte

Berliner Hotels verdienen deutlich weniger

Berlin · Deutschland

Ein Bericht von Cushman & Wakefield zeigt für Berlin einen Rückgang des Betriebsgewinns je verfügbarem Zimmer um 12 Prozent auf 50 Euro. Die Marge von 26 Prozent ist die niedrigste der untersuchten Städte.

Europaweit stieg der Wert dagegen leicht. Die Kanzlei Weil, Gotshal & Manges sieht die Branche trotzdem stärker belastet als im langjährigen Schnitt: Löhne, Energie und Betriebskosten drücken auf die Margen.

Quellen: Tageskarte

Weinernte 2026: weniger Menge, gute Qualität erwartet

Deutschland

Das Statistische Bundesamt rechnet mit 8,0 Millionen Hektolitern Weinmost. Das sind 4 Prozent weniger als im Schnitt der Jahre 2020 bis 2025, aber mehr als 2025.

Rheinhessen und die Pfalz liefern zusammen mehr als die Hälfte. An Mosel, in Franken und an der Ahr wird deutlich weniger erwartet. Der trockene Sommer hält die Beeren klein, die Winzer rechnen aber mit sehr guter Qualität.

Quellen: Tageskarte

Europa-Park plant Winter-Gala mit Vier-Gänge-Menü

Rust · Deutschland

Der Europa-Park in Rust zeigt vom 21. November 2026 bis 21. Februar 2027 an ausgewählten Abenden die Show „The Grand Club“. Rund vier Stunden Programm mit 32 Artisten, dazu ein Gala-Menü in vier Gängen.

Die Küche kommt aus den Hotels des Parks und vom Restaurant Amitié im elsässischen Hartmannswiller. Ein vegetarisches Menü gibt es auch; Preise nennt der Bericht nicht.

Quellen: Tageskarte

Was bedeutet das für Ihr Restaurant?

Für Ihren Betrieb heißt das: Achten Sie auf Ihre offenen Forderungen, etwa bei Firmenfeiern und Catering. Je früher Sie mahnen, desto eher kommt das Geld. Und wer Wein aus Mosel, Franken oder von der Ahr auf der Karte hat, sollte früh mit seinen Lieferanten über Mengen und Preise sprechen.

Quellen

Diese Ausgabe fasst die folgenden Artikel zusammen. Lesen Sie dort alle Details.

  1. Tageskarte · tageskarte.io
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